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Neuigkeiten vom Carnevalverein 1914 Wonsheim e.V.

Einladung zur Generalversammlung

15 Jahre alte Nachwuchsfastnachterin Sophie Friederich wäre gerne Sitzungspräsidentin

Sitzungspräsidentin im Fastnachtskomitee beim Carnevalverein Wonsheim will sie gerne werden. Eine klare Vorstellung hat Sophie Friederich darüber, dass sie einmal im Elferrat eine Kappensitzung leiten wird. „Ich darf ja nicht, weil ich ein Weiblein bin“, äußert sich die 15-Jährige unverhohlen. Weil sie den Wunsch wohl schon des Öfteren zum Ausdruck gebracht hat, liefert sie damit den Anstoß, die Regelung zu überdenken. Mirco Neuhaus, Zweiter Vorsitzender, verkündet spontan seine Gedanken dazu: „Es könnte ja durchaus auch eine Alternative zum Männerelferrat geben“, und bringt dabei die Möglichkeit einer etwaigen Damensitzung augenzwinkernd ins Spiel. „Ich hätte aber auch kein Problem, als Frau unter Männern das Zepter in der Hand zu halten, ich will die Männer da nicht ausschließen“, betont die Nachwuchsfastnachterin selbstsicher. „Wir schau’n mal, das ist halt, bis auf eine Ausnahme, Tradition im Verein“, ermutigt Neuhaus. Derzeit probt Sophie ihren Part im „Dunzelcamp“. Sie mimt die Moderatorin im Sketch, der ein Programmpunkt bei der Kinderkappensitzung vom Carnevalverein Wonsheim ist.

 

Aktives Mitglied ist Sophie seit zehn Jahren. „Ich konnte noch gar nicht lesen, als ich das erste Mal auf der Bühne stand“, erzählt sie gerne auch, dass ihr Bruder Tim und ihre Schwester Michelle ebenfalls damals schon bei der Kinderfastnacht mitmachten und sie einfach „mitgeschleppt“ hatten. „Meine erste Rolle war die als sprechende Mülltonne, das war lustig“, erinnert sich die junge Wonsheimerin.

 

Nicht von ungefähr kommt die Verbindung zur närrischen Unterhaltung. Auch ihr Vater, Hans-Jürgen Friederich, war Vereinsmitglied und führte als Sitzungspräsident eine Kampagne. Seine Tochter hat schon Büttenreden gehalten, Sitzungen bei der Kinderkappensitzung geleitet. Nur getanzt habe sie nie. „Das ist nicht so mein Ding“, sagt sie. Auch hat sie noch keine ihrer Vorträge selbst geschrieben. Die Texte liefern ihr Aktive, die sie mit närrischem Witz trefflich wiedergibt. Vor jedem Auftritt sei sie zunächst „sehr nervös“. „Ich rede wirklich gerne und viel und sobald ich die ersten Worte vor Publikum spreche, ist die Anspannung verflogen und alles ist gut.“

 

Wenn sie unsicher wird oder gar Personen mit falschem Namen anspricht oder verwechselt, dann „werde ich ganz rot und mir wird sehr warm. Ich konzentriere mich dann und mach einfach weiter.“ Sophie Friederich besucht eine Gesamtschule auf gymnasialer Ebene und weiß, dass sie bei jedem Stufenwechsel vielleicht weniger Zeit für ihre Hobbys aufwenden kann. Fotografieren zählt dazu und mit ihrem Hund Vicky Tricks üben.

 

Spaß an der Arbeit mit Kindern

 

Tatsächlich will die Schülerin auf jeden Fall im Verein weiter mitwirken. Sie hilft den derzeitigen Jugendbetreuerinnen Carmen Reinders und Heike Niehues bei den Proben zur Kindersitzung. „Sie macht das sehr gut und sie ist auch schon ein Vorbild, denn es sind Kinder dabei, die sie seit ihrer Geburt kennt.“ Der Verein ist stolz auf den Nachwuchs und unterstützt Sophie Friederich, dass sie weiter dabei bleibt. Sie wird als Betreuerin in die Fußstapfen von ihren ehemaligen Betreuern Karsten Emrich und Tizian Gerhardt treten und die Kinder ganz im Sinne des Vereins begleiten und fördern. „Von alleine kommen die Kinder nicht“, stellt Mirco Neuhaus fest. „Wir starten inzwischen Aktionen, um die Kleinen für die Fastnacht zu begeistern. Das liegt mir sehr am Herzen, schließlich gibt es schon 30 Jahre lang die Kinderkappensitzung.“

 

Sophie Friederich teilt die Auffassung und ist motiviert: „Das macht mir total viel Spaß. Ich kann meine Erfahrungen weitergeben und mit Kindern arbeiten.“

 

Zum Original-Artikel der AZ.